2026-05-07 - LD Düsseldorf - Ottobock v. Wilhelm Julius Teufel et al. - UPC-CFI-0001928/2025
- Aktenzeichen:
- UPC-CFI-0001928/2025
- Datum:
- Spruchkörper:
- Court of First Instance - Düsseldorf (DE) Local Division
- Art:
- Order
- Parteien:
- Ottobock SE & Co. KGaA, v. Wilhelm Julius Teufel GmbH a. o.
Kernaussage: GERMAN:
2026-05-07 - LD Düsseldorf - Ottobock
v.
Wilhelm Julius Teufel et al. - UPC-CFI-0001928/2025
GERMAN:
1. Die Antragstellerin trägt grundsätzlich die Darlegungslast für die Kenntniserlangung der Existenz der angegriffenen Ausführungsform, des potenziellen Verletzungssachverhalts und dessen zügige Aufklärung. Der maßgebliche Zeitraum erstreckt sich von der Kenntnis der angegriffenen Ausführungsform als ein potenziell verletzendes Produkt bis zum Vorliegen all derjenigen Tatsachen und Beweismittel, die beschafft werden müssen, um den vollständigen Verletzungssachverhalt substantiiert vortragen zu können.
2. Ein Kennenmüssen des potenziell verletzenden Produktes ist dann anzunehmen, wenn nach dem herkömmlichen Verständnis und gewöhnlichen Lauf der Dinge eine Kenntnis von potenziell verletzenden Eigenschaften bei der Antragstellerin hätte vorliegen müssen. Daran schließt sich die Pflicht an, die Aufklärung des Sachverhaltes weiter zügig zu betreiben. Hierbei sind alle Umstände des jeweiligen Einzelfalls von Bedeutung. Die Antragsgegnerinnen sind darlegungs- und beweisbelastet für die Anhaltspunkte, von denen auf ein früheres Kennenmüssen geschlossen werden kann und aus denen ein zögerliches Verhalten abzuleiten ist. Sofern solche Anhaltspunkte seitens der Antragsgegnerinnen substantiiert dargelegt sind, ist es wiederum an der Antragstellerin, diese zu entkräften oder zu erklären, wieso keine Kenntnis bei ihr bestehen musste und sie insofern hinreichend zügig gehandelt hat.
notable
Companion to UPC_CFI_1927/2025 between Ottobock and the US makers BrainPortfolio / BrainRobotics. The Düsseldorf 2nd Panel (Thom, Rinken, Agergaard, Michels) refused Ottobock's parallel PI application against the German distributor Wilhelm Julius Teufel GmbH (which markets the Kneuro under a Freedom-to-Operate agreement with the US manufacturer) and MedEnvoy Global BV (the EU authorised representative under Art. 11 of the MDR, Regulation (EU) 2017/745). The construction of EP 3 001 984 — tying the claim's 'criteria' under feature 1.2(b) to natural prosthetic-user gait patterns rather than deliberate switch-on movements — is identical to that adopted in 1927/2025, and the 'Donkey-kick' trigger of the Kneuro's stair-ascent mode again defeats R. 211.2 RoP certainty of indirect infringement. The urgency analysis is materially identical (headnotes 1 and 2 reproduced verbatim): Ottobock should have known of the potentially infringing properties by early July 2025 and should have filed by mid/end October 2025 at the latest, not on 10 December 2025. The Court admitted the respondents' late submission under R. 9.1 and R. 209.1(a) RoP on the basis that 1927/2025 and 1928/2025 are 'in essence one and the same case with four different respondents' that came back together at the joint oral hearing, with no party disadvantaged. Whether MedEnvoy as the EU regulatory representative under Art. 11 MDR qualifies as an 'intermediary' under Art. 63(1)/62(1) UPCA — and the respondents' suggestion to refer the question to the CJEU — was left undecided because the infringement threshold was not met. Interim cost reimbursement of EUR 40,651.20 was ordered against Ottobock under R. 211.1(d) RoP and a cost-base decision under Art. 69 UPCA was issued. Value in dispute: EUR 1.5 million.
Stichwörter
GERMAN:
Einstweilige Maßnahmen, Erforderlichkeit, Dringlichkeit, unangemessenes Zuwarten, Kenntnis, Kennenmüssen, R. 211.4 VerfO
Inoffiziell
Inoffizielle KI-Übersetzung
Dies ist eine automatische, von KI erstellte Übersetzung, die Fehler enthalten kann. Rechtsverbindlich ist allein das Originaldokument in der Verfahrenssprache (German).